9. Konferenz · 20. November 2026
Wie sieht die Anwaltschaft der Zukunft aus?
Die Konferenzreihe „Anwaltschaft im Blick der Wissenschaft“ lädt erneut an die Leibniz Universität Hannover. Veranstaltungsort: Königlicher Pferdestall.
Die Idee der Veranstaltungsreihe
„Der Rechtsanwalt ist ein unabhängiges Organ der Rechtspflege.“
§ 1 Bundesrechtsanwaltsordnung
Dieser kurze Satz beschreibt prägnant die besondere Stellung der Anwaltschaft in unserem Rechtsstaat: Der Rechtsanwaltsberuf ist kein Beruf wie jeder andere. Mit ihm sind besondere Rechte, aber auch besondere Pflichten verknüpft. Dennoch oder gerade deshalb sieht sich die Anwaltschaft zahlreicher Themengebiete gegenüber, die wissenschaftlich weitgehender Beleuchtung bedürfen.
Die Wissenschaft darf den Bezug zur Realität nicht verlieren – gerade deshalb ist der Dialog zwischen Wissenschaft und Anwaltschaft besonders wichtig.
Im Rahmen der Konferenzreihe „Anwaltschaft im Blick der Wissenschaft“ sollen jährlich aktuelle Probleme des anwaltlichen Berufsrechts, der anwaltlichen Selbstverwaltung sowie des grenzüberschreitenden Anwaltsrechts diskutiert werden. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle berufsrechtliche und berufspolitische Diskussionen aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu begleiten.
Dabei sollen die Sichtweisen der klassischen Berufsrechts-Wissenschaft, aber bewusst auch anderer juristischer und verwandter Disziplinen zum Tragen kommen. Und vor allem soll ein Dialog zwischen denjenigen, die täglich mit Anwaltsrecht in Berührung kommen – also den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, aber auch den Rechtsanwaltskammern –, und den zum Anwaltsrecht Forschenden eröffnet werden.
Die Konferenz 2026
Der Konferenztag
Eröffnung
1. TeilVerortung der Anwaltschaft
Anwaltliche Beratung in der Fläche: Entwicklung und Fördermaßnahmen
Zukunftschance Anwaltsnotariat?
Wie virtuell ist die Kanzlei? – Diskussion um § 27 BRAO
Zwischenruf I
Unabhängigkeit angestellter Anwält:innen
2. TeilStrukturelle Entwicklungen
Die Anwaltschaft von morgen – demographische und strukturelle Entwicklungen
STAR-Bericht 2025
Zukunftschance Anwältinnen – welche spezifischen Herausforderungen gibt es?
3. TeilEinfluss juristischer KI-Tools
Veränderung der anwaltlichen Arbeitswelt durch KI
Das Ende der Gegenrede? KI und die Voraussetzungen demokratischer Meinungsbildung
Drohende Segregation durch unterschiedlichen Zugang zu juristischen KI-Tools / fairer Zugang zu Arbeitsmitteln / Alternativmodelle
Monopolisierung von Wissen durch KI-Tools
Zwischenruf II
Anforderungen an die juristische Ausbildung in Zeiten von KI
4. TeilPodiumsdiskussion
Wie sieht die Anwaltschaft der Zukunft aus?
Dr. Miriam MeßlingRichterin des Bundesverfassungsgerichts, Karlsruhe
Sabine FuhrmannVizepräsidentin der BRAK · Präsidentin der Rechtsanwaltskammer Sachsen · Rechtsanwältin, Leipzig
Prof. Dr. Tabea BauermeisterUniversität Regensburg
Kolja SchwartzModeration · Stv. Leiter der ARD-Rechtsredaktion, Karlsruhe
Ausklang
Seien Sie am 20. November dabei.
Zur AnmeldungDie Veranstalter
Gemeinsam getragen von Praxis und Wissenschaft
Die Konferenzreihe „Anwaltschaft im Blick der Wissenschaft“ wird durch die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) und das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) der Leibniz Universität Hannover ausgerichtet. Gemeinsam hat man sich das Ziel gesetzt, durch die 2018 ins Leben gerufene Konferenzreihe jährlich aktuelle Probleme des anwaltlichen Berufsrechts, der anwaltlichen Selbstverwaltung sowie des grenzüberschreitenden Anwaltsrechts zu diskutieren.
Bundesrechtsanwaltskammer
Die Bundesrechtsanwaltskammer ist die Dachorganisation der anwaltlichen Selbstverwaltung. Sie vertritt die Interessen der 28 Rechtsanwaltskammern und damit der gesamten Anwaltschaft der Bundesrepublik Deutschland mit etwa 166.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten gegenüber Behörden, Gerichten und Organisationen – auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
Die Bundesrechtsanwaltskammer ist die Stimme der Anwaltschaft – gegenüber dem Bundestag, dem Bundesrat und den Ministerien, aber auch gegenüber den Gerichten, beispielsweise dem Bundesverfassungsgericht. Unter anderem mit Stellungnahmen, Gutachten und der Teilnahme an Anhörungen wirkt sie aktiv an Gesetzgebungsvorhaben mit. Auf diese Weise führt die BRAK seit über 60 Jahren den rechtspolitischen Diskurs im nationalen und zunehmend im europäischen und internationalen Kontext.
Institut für Prozess- und Anwaltsrecht
Das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) bündelt seit seiner Gründung am 01.10.2005 die Forschungs- und Lehraktivitäten der Fakultät auf dem Gebiet des Prozess- und Anwaltsrechts sowie der anwaltsorientierten Juristenausbildung.
Zusammengeführt werden die unterschiedlichen Aktivitäten am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht unter der Leitung von Professor Dr. Christian Wolf.
Seit 2018
Vergangene Konferenzen
Ein Überblick über die in den vergangenen Jahren veranstalteten Konferenzen.














